Kultur- und Verkehrsverein Wanfried e.V.

Der Gatterbach als Mühlenbach

Der Gatterbach in Wanfried hat eine ganz besondere Bedeutung für die Wanfrieder als Mühlenbach. Er entspringt im Elfengrund, fließt abwärts bis zu den natürlichen Staustufen. Dort bildet er ein Sumpfwassergebiet, welches einer interessanten Fauna und Flora Lebensraum gibt. Dann stürzt der Wasserfall hinunter, dann am Reitplatz und Kalkhof vorbei in Richtung Wanfried.

Zwischen Kalkhof und Wanfried standen die ersten Mühlen, die Oberbach- oder Kratzmühle und die Mittelmühle. Während die Kratzmühle Ende der 1950-er Jahre abgerissen wurde, existierte die Mittelmühle schon lange nicht mehr als Mühle, sondern als Bauernhof. Sie war im 16. Jahrhundert von den Landgrafen belehnt als Umspannwerk für die Pferdekutschen. Ein Lehnsbrief aus dem 17. Jahrhundert ist noch heute im Besitz der Familie Walter (im Sept. 2008 feierten wir auf der Mittelmühle 400 Jahre Familie Walter als Besitzer der Mittelmühle), das Siegel nahmen die amerikanischen Besatzer nach dem 2. Weltkrieg als Souvenir mit nach Amerika. Danach versorgte der Gatterbach mit seiner Wasserkraft die Gattermühle (Ecke Ringstraße/Vor dem Gatter), floss weiter zur Troms- oder Unterbachmühle und schließlich in die Werra. Bereits 1573 registrierte man in Wanfried 5 Mühlen mit 8 Mühlrädern. Ein Zweig des Gatterbaches wurde zum Schloss geleitet und speiste den Wassergraben mit Wasser. Später wurde der Gatterbach vom Spritzenhaus (vor dem Gatter) bis zum Schlossgarten kanalisiert und überbaut.

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