Kultur- und Verkehrsverein Wanfried e.V.

Geschichte & Historisches

W A N F R I E D - meine Stadt (klein, aber interessant - zwischen Thüringen und Hessen)

Das historische Fachwerkstädtchen Wanfried an der Werra ist die östlichste Stadt Hessens. Seine überaus zahlreichen Fachwerkhäuser prägen das Ortsbild und laden Romantiker, Historiker und Ruhe und Erholung suchende Gäste gleichermaßen zum Verweilen ein. Wanfried und das in diesem Bereich besonders reizvolle Werratal ist noch nicht sehr bekannt.

Wanfried – eine Stadt in der Mitte Deutschlands

Aber seine besonderen Schönheiten fordern die Besucher geradezu heraus, Aussichtspunkte auf den umliegenden Bergen zu besteigen, sich in Burgen und Schlössern mit kulinarischen Köstlichkeiten der Region verwöhnen zu lassen, die Kunst am Radweg zu erfahren, Paddeltouren auf der Werra zu erleben und bei Planwagentouren wieder zu entspannen. So kann man Wanfried und seine Umgebung immer wieder neu entdecken. Freunde des Fachwerks haben die Gelegenheit, Wanfrieder Fachwerk zu betrachten. Kein Haus gleicht dem anderen. Die Details im Fachwerk erzählen von der Wohlhabenheit und der Geschichte der Stadt. Und wenn Sie in den Nachbarorten die Häuser betrachten, werden Sie feststellen, dass auch dort die Vielseitigkeit im Fachwerk von besonderem Reiz ist. In diesem Begleitheft erfahren Sie, welch wichtige Bedeutung die Werra und die Stadt Wanfried in der mittelalterlichen Geschichte als Endhafen der Werra-Weser-Schifffahrt und als Vorhafen für die Freie- Und Hansestadt Mühlhausen hatte. Viele bedeutende Persönlichkeiten logierten in den zahlreichen Gasthäusern und Herbergen. Und in der jüngsten Geschichte rückte Wanfried wieder in den Mittelpunkt Deutschlands, obwohl es ja sowieso im Herzen Deutschlands liegt. Geologen und Biologen kommen immer wieder zu Exkursionen in unsere Region, weil das Werratal und die umliegenden Berge durch die zahlreichen verschiedenen Gesteinsformen und das besondere Klima eine auffallend vielseitige Flora und Fauna hervorbringen. Wir laden Sie ein, sich anhand dieser Broschüre in unserer Stadt umzusehen, sich zu informieren. Wenn Sie Möchten, begleiten wir Sie gern bei ihren Rundgängen und geben Antworten auf Ihre Fragen. Nähere Informationen erhalten Sie im Verkehrsbüro und bei der Stadtverwaltung.

Sind Sie neugierig geworden? Dann schauen Sie doch mal herein!

(Dank sei an dieser Stelle Ortschronisten, Museumsleitern, Sponsoren, dem Archiv von Mühlhausen, usw. sowie der Herren Ernst Holzapfel, Fritz Sendelbach, Walter Henze, Friedel Schleicher, Ulrich Scheer aus Wanfried, Adolf Weber aus Altenburschla und Wolfgang Schein aus Völkershausen gesagt, die leider fast alle inzwischen verstorben sind.)

Wo liegt eigentlich Wanfried?

Wanfried liegt malerisch am rechten Ufer der Werra. Vom Norden her grüßt der Hülfensberg mit seiner Alt ehrwürdigen Klosterkirche die Besucher, im Nordosten umranden der Keudelstein und in Verlängerung die Plesse mit Konstein das geschichtsträchtige Städtchen an der Werra. Es sind Muschelkalkberge über der Bunt- Sandsteinstufe der Werraaue. Nach Südosten hin grenzt der Karnberg mit dem Muhlienberg die Ortschaft ein. Im Süden öffnet sich das Tal der mittleren Werra mit dem 503 m hohen Heldrastein. Von Südwesten und Westen grüßen die Ausläufer des Schlierbachswaldes, der sich aus einer Schicht von mittlerem Buntsandstein entwickelte. Bedingt durch die geschützte Lage inmitten hoher Bergen bleibt Wanfried zumeist von starken Unwettern verschont. Im Westen hält der Hohe Meißner die starken Westwinde vom Eschweger Becken. Ab, so dass eine Jahresniederschlag von ca. 575 mm zu verzeichnen ist. Zusammen mit der Jahresmitteltemperatur von 8 – 9 Grad Celsius ergibt sich ein für Obst- und Weinbau früherer Jahre besonders günstiges Klima. Die Werra tritt von Osten her bei Treffurt zwischen Ringgau und Hainich,, dem bewaldeten Muschelkalkarm, der vom Eichsfeld abzweigend die Wasserscheide zwischen Elbe und Weser bildet, bei Heldra in unsere Region ein. Dort teilt sie die Berge des nördlichen Ringgaus mit dem Muschelkalkfelsen des Heldrasteins von den Bergen des südlichen Eichsfeldes. Die Werra fließt hier in einem ganz besonders schönen Teil ihres Verlaufs durch das abwechslungsreiche, fruchtbare Werratal über Wanfried, Frieda, Schwebda und erreicht die nordwestlich gelegene Kreisstadt Eschwege. In ihrem Verlauf bietet sie zahlreiche Furten, die früher zur Flussüberquerung genutzt wurden. Im Werratal führt die Straße von Eschwege über Wanfried und Treffurt nach Eisenach und aus über die ehemalige „Via Regia“ nach Frankfurt bzw. Leipzig. Außerdem führt die aalte Straße der „Langen Hessen“ von Eisenach über Mühlhausen, Wanfried weiter nach Waldkappel, Ziegenhain und Friedberg. Anlässlich der Reisen von Kaisern und Königen, die in Eschwege weilten bzw., rasteten, um von dort weiter nach Mühlhausen zur Kaiserpfalz zu gelangen, reiste man auch durch Wanfried an der Werra, der schon im 12. und 13. Jahrhundert bedeutender Handelsplatz als Endpunkt der Werra-Schifffahrt war. Ferner gab es zwischen Wanfried und Mühlhausen den „Thurn- und Taxis´schen Postdienst“. Die Post kam mit Kurieren von Mühlhausen über den Peterhof, Eigenrieden, Katharinenberg und die Mittelmühle nach Wanfried. An den o.g. Stationen konnten die Pferde umgespannt werden, sofern die Post oder Kutsche oder Kurier zu Pferd unterwegs war. Die alten Nord-Süd-Verbindungen von Bremen nach München und die Ost-West-Verbindungen von Frankfurt über Eisenach nach Leipzig liegen etwas abseits, weswegen der störende starke Verkehrslärm hier kaum zu bemerken ist.

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